Das Stammwerk in Rüsselsheim emfängt am 22. September Opel-Fans und Familienmitglieder der Beschäftigten. Bei den Feierlichkeiten soll vor allem die Verbundenheit mit der Region zum Ausdruck gebracht werden. Zahlreiche regionale Vereine und Verbände sind bei den Festen beteiligt. Dabei soll es aber nicht verkaufsfördernde Anpreisungen von Opel-Modellen gehen. Die Feste sollen mit der Region für die Region sein. Opel-Modelle aller Art können Interessenten im Internet hier suchen oder sind direkt beim Händler des Vertrauens zu finden. Dennoch kann ein wenig Positiv-Werbung für Opel nicht schaden. Zahlreiche Werke stehen vor dem Aus oder sind, wie im Fall Bochum, schon beschlossene Sache. Dadurch fällt das 150. Jubiläum auch deutlich bescheidener aus.
Zum 125-jährigen Bestehen 1987 war kein geringerer als der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) Festredner. Er wurde per Shuttle vom damaligen Opel-Chef Horst W. Herke in einem 1911er Opel Torpedo standesgemäß abgeholt. Ganze drei Tage dauerte die Jubiläumsfeier.
Das Feiern ist den meisten Beschäftigten längst vergangen. Obwohl die Opel-Produkte so gut wie niemals zuvor sind, kommt der Autohersteller nicht gegen die Imagekrise und den sinkenden Absatz an. Der Marktanteil beträgt nur noch 7,2 Prozent, noch nicht mal mehr halb so viel wie noch vor 25 Jahren. Die schlechte Entwicklung ist hausgemacht: Falsche Entscheidungen und ständige Reibereien mit dem Betriebsrat haben der Marke schwer zugesetzt. Ob sie noch zu retten ist, wird sich zeigen. Zu hoffen wäre es.



