
Bild: © panthermedia.net/23003 (Bernd Becker) - Der Audi 100 Coupé S war seinerseits ein Augenschmauß
Die Geschichte des Audi 100 Coupé S ist eine kuriose. Sie geht zurück auf den exentrischen Wunsch des ehemaligen Chefs der Entwicklungsabteilung des Konzerns, Ludwig Kraus.
Zu seiner Amtszeit nämlich wünschte sich der Herr einen schnittigen Flitzer als Dienstwagen. Da Audi bis dato jedoch kein Coupé im Programm hatte, gab er den Bau eines solchen einfach mal in Auftrag – ganz ohne Eigennutz natürlich. Rückblickend war dies vor allem ein Gewinn für alle Autoästheten, denn das Ergebnis kann sich bis heute sehen lassen.
Gegenwärtig gibt es sogar einen eigenen Fanclub dieses Modells, der Vorsitzende des Audi 100 Coupé S Clubs in Deutschland, Heiko Feindt, zählt zu den glühendsten Verfechtern des Modells. Vor allem das klassische Design überzeugt noch heute.
Damals, das ist unübersehbar, dienten Modelle aus Italien als Vorbild für den sportlichen Audi. Vor allem das steil abfallende Heck des Modells gemahnt doch sehr stark an den Maserati Ghibli. In optischer Hinsicht wird die Sportlichkeit des Modells vor allem durch Lufteinlässe hinter den Seitenscheiben und zwei Auspuffrohren betont. Nicht zuletzt der Doppelscheinwerfer betont die Schnittigkeit der Karosserie. Vorgestellt wurde das heute schon geschichtsträchtige Auto übrigens im Jahre 1969 auf der IAA. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von satten 185 km/h gehörte es seinerzeit zu den schnellsten Modellen auf den deutschen Straßen.
Ein ganz klares Manko des Modells war aber die Tatsache, dass es vermehrt zu Motorschäden, gerade nach längeren Fahrten unter Vollgas, kam. Die Technologie war noch nicht ausgereift. Dies allerdings hielt den exentrischen und individualistischen Kundenkreis nicht vom Kauf des prestigeträchtigen Wagens ab.
Gegenwärtig ist das Modell aufgrund seiner relativ geringen Stückzahl zum absoluten Sammlerliebling avanciert. Mit weltweit 400 Exemplaren ist es nicht gerade leicht, an eines der begehrten Objekte zu gelangen.


