Der Audi V8

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Mit dem Audi V8 nahm sich Hersteller Audi damals vor, den lang geschmiedeten Plan, mit einem Mal Teil der Oberklasse zu werden, in die Tat umzusetzen. Das gelang mit dem neuen Modell, dass damals eigentlich als Audi 300 präsentiert werden sollte, jedoch nicht.

Das lag zum Einen schon daran, dass der neue Wagen sich rein äußerlich kaum von dem bereits bekannten Audi 100 Typ44 unterschied. Scheinbar sahen sich die beiden Modelle zu ähnlich. Außerdem gab es mit dem Audi 200 bereits ein Modell in der Klasse über dem Audi 100, und bereits hier musste man feststellen auf weniger Akzeptanz zu stoßen als erwartet.

Der V8 jedoch ließ in Sachen Qualität niichts zu wünschen übrig. Er war solide verarbeitet, vollverzinkt, vollausgestattet und außerdem noch mit Allradantrieb versehen. Das hatte mit 100 000 Mark zu jener Zeit auch seinen stolzen Preis, den sich nicht jeder leisten konnte. Heutzutage bekommt man den Achtzylinder in guter Verfassung schon für 4000 bis 6000 Euro, wenn es sich um wahre Spitzenexemplare handelt, die jedoch kaum noch zu finden sind.

Insgesamt gibt es eher wenige gut erhaltene Vertreter und noch viel weniger Modelle darunter, die gut gepflegt sind. Man erhält sie mittlerweile zumeist aus 4. oder 5. Hand, nur selten auch aus zweiter Hand. Dabei wechselte ein V8 so häufig seinen Besitzer, weil diese sich meist in Sachen Kosten und Instandhaltung verschätzten. So kann ein kaputtes Automatikgetriebe, den komplizierten Einbau mit eingeschlossen, leicht den gesamten Fahrzeugpreis verschlingen. Defekte am Allradantrieb oder am V8-Motor lassen sich etwa 4 000 Euro kosten.

Wer sich vornimmt, einen V8 zu kaufen, sollte dazu also nicht seinen letzten Taler investieren. Dabei kann jedoch die Zukunft umso rentabler werden, denn die nur noch seltenen Exemplare mit langem Radstand sind schon in ein paar Jahren nahezu unbezahlbar.

Verfasst von Gerd um 02:41:39 - am 17. Februar 2012

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