
panthermedia.net Jim Mills
Die von Colin Chapman 1952 gegründete Automarke Lotus ist vor allem durch den Rennsport berühmt geworden. Seit 1996 gehört Lotus Cars zum malaysischen Automobilkonzern Proton und hat den Charme automobiler Exoten ein Stück weit eingebüßt. Einer dieser exotischen Kreationen aus dem Hause Lotus war der Lotus Esprit, der zwischen 1976 und 2003 produziert wurde und auf den Straßen mächtig Eindruck machte.
Der erste Esprit konnte vor allem mit seiner Fahrleistung auf Porsche-Niveau überzeugen. Das 900kg-Leichtgewicht brachte es mit seinem R4-Mittelmotor und 160 PS in 6,8 Sekunden von null auf 100 km/h und beeindruckte mit 221 km/h Spitze. Die Besitzer der Modelle der Neuzeit können darüber natürlich nur Lachen. Der 2002er Esprit mit V8-BiTurbo und 354 PS schafft den Spurt in weit weniger als 5 Sekunden. Dafür wurde aber auch einiges an Design und Aerodynamik verändert und herum geschraubt.
Mit dem charismatischen Lotus Esprit der 70er haben die neuen Modelle nur noch wenig gemein. Allein das auf 100 Exemplare limitierte Sondermodell mit “JPS-Look” (John Player Special) ist allein von der farblichen Gestaltung ein echter Hingucker. Für das Modell stand der letzte Lotus Formel 1-Weltmeister Mario Andretti Pate und sorgte so für einen kleinen Hype um den Esprit. Wer sich einen Esprit vor die Tür stellte, musste dann auch mit den Eigentümlichkeiten des Modells Vorlieb nehmen: ein mühsamer Einstieg und die liegende Sitzposition machten das Fahren zu einem Erlebnis. Das Interieur ist pragmatisch und zugleich unkonventionell: flach stehende Windschutzscheibe, das niedrige Armaturenbrett weit nach vorn gerückt, bogenförmiger Instrumentenkasten, mit Polsterstoff bezogene Mittelkonsole, die als Armlehne fungiert.
Auch für den Ur-Esprit muss man heute noch tief in die Tasche greifen: 15.000 Euro und mehr sind dabei keine Seltenheit. Doch vor allem für ein Sondermodell lohnt sich die Investition auf jeden Fall.


