Wer nach einem gebrauchten Auto Ausschau hält, der kann schnell vom Angebotsdschungel überfordert werden. Wer ein besonders pragmatisches Auto sucht, mit dem sich gut durchs ganze Jahr kommen lässt, sollte sich den VW Passat einmal genauer anschauen. Der 1.8 GL lässt zwar beim Design zu wünschen übrig – wo ist etwa der Kühlergrill abgeblieben und warum dominiert das breite Heck? -, ist aber auch ein solider Kombi. Deshalb hat der Passat auch schon den Spitznamen Jetta XXL bekommen.
Einen gepflegten VW Passat kann man für wenig Geld auch aus erster Hand kaufen. Die Ausstattung variiert natürlich stark von Angebot zu Angebot, genau wie der Zustand des Wagens. Von Top-Gebrauchten mit Klimaanlage, Winter-Reifen, Metallic-Lack und ABS bis hin zu Schrott-Gurken mit defektem Motor ist alles dabei. Angebote also unbedingt ausgiebig prüfen, bevor man kauft! Typische Schwachstellen des Passats sind laute Schleifgeräusche, die auf einen Motordefekt schließen lassen, und heiße Räder oder beißender Bremsgeruch, die auf Probleme mit der Bremse hindeuten. Fahrer, die sich nicht für einen kleinen Hauch von Autokauf-Abenteuer begeistern, können im Internet auch neuere Modelle finden und mit diesen auf Nummer sicher gehen. Deckt sich die Beschreibung im Internet nicht mit dem Zustand des Autos, darf es meist sofort auf Kosten des Anbieters zurückgebracht werden.
Aber wie fährt sich der VW Passat 1.8 GL oder, wie er unter Sammlern und Liebhabern auch genannt wird, der Typ 35i, eigentlich? Auch hier muss eine ernüchternde Antwort folgen: Schwerfällig und zäh. Doch ist man mit seinem Passat ein paar Kilometer unterwegs, wacht er überraschend schnell auf. Mehr als 120 km/h sind aber selten drin, trotz den 90 PS unter der Motorhaube. Dafür gilt der Passat trotz seiner Größe zwischen Kombi und Limousine und den mehr als zehn Jahren auf seinem Buckel aber auch als besonders sparsames Auto.



