Kultstatus – Ford Granada

© V. Kudryashov - Fotolia.com

© V. Kudryashov - Fotolia.com

Der Ford Granada ist nicht nur heute ein Kultgefährt. Auch bei seiner Einführung sorgte er bereits für viel Aufsehen: Er kostete etwa so viel wie ein Opel Rekord, konnte es aber von der Ausstattung mit Modellen wie von Mercedes, BMW oder Audi aufnehmen, die locker das Doppelte kosteten. Leistung satt, eine luxuriöse Ausstattung für die Zeit und enorm viel Komfort im Innenraum. Die niedrigen Preise kamen vor allem durch den hohen Wertverlust zu Stande, dem Ford in den 70er und 80er Jahren ausgesetzt war. Viele Tuner nahmen sich den Wagen vor und bauten mehr Zylinder und eine größere Karosserie ein. So wurde aus dem schicken Flitzer ein regelrechter Straßenkreuzer. Und das zum Preis eines Golfs.

Leider führte der Wertverlust bei Ford auch dazu, dass viele Granadas nicht gerade mit Samthandschuhen gepflegt wurden. Möchte man heute einen gebrauchten Granada erwerben, ist also viel Vorsicht von Nöten. Typische Schwachstellen sind ausgeschlagene Radlager, vor allem an der Vorderachse rechts, Rost an den Radläufen und oberhalb der hinteren Wagenheberaufnahme und undichte Automatik-Getriebe, sowie verschlissene Stoßdämpfer. Verbreitung fand der Wagen vor allem rund im Köln, weil er hier produziert wurde. Aber auch im Saarland, in den Niederlanden und sogar in Dänemark sieht man immer wieder einen Granada vorbei flitzen.

Von der Leistung und Effizienz kommt der Granada aus heutigem Blickwinkel allerdings alles andere als gut weg: Allen voran die Modelle mit Sechszylinder-Motor. Denn die verbrauchen zwischen 12 und 16 Litern auf 100 Kilometern – doppelt so viel wie ein modernes Gefährt der Größe und Ausstattung. Am wenigsten verbraucht die Einspritzer-Variante, die mit 150 bis 170 PS daherkommt. Die Motoren selbst gelten allerdings als äußerst langlebig. Modelle aus den 80er Jahren haben sogar ordentliche Katalysatoren eingebaut.

Verfasst von Gerd um 11:10:29 - am 9. März 2012

Hinterlasse eine Nachricht