Bei Lamborghini ist es üblich, dass die Modelle immer Namen bekommen, die mit dem Stierkampf zu tun haben. So auch der Espada. Das Coupé, welches von 1968 bis 1978 in den Werkstätten der Italiener gebaut worden ist, verdankt seinen Namen dem Degen des Matadors. Dieser wird nämlich Espada genannt. Der Reisewagen war eines der Lieblingsprojekte des Gründers Ferruccio Lamborghini. Er wollte ein Coupé entwerfen, das vier Personen Platz bietet und sich auch für Gepäck nicht zu schade ist.
Als der Wagen 1968 auf den Markt kam, war dieser bereits die dritte Modellreihe der Italiener innerhalb von vier Jahren seit Gründung des Unternehmens. Die Form des Espadas ist etwas ganz Besonderes, denn sie erinnert direkt an das Arbeitsgerät des Stierkämpfers. Der nur 1,19 m flache Wagen wirkte dadurch wie ein dünner Degen, der nur so durch die Luft schneidet. Wenn man den Wagen sieht, dann muss man unweigerlich an die anderen berühmten Lamborghini-Modelle denken, die Flügeltüren besitzen. Bei der flachen Form hätte sich das auch sicher angeboten, aber man entschied sich dann doch für normale Einstiegstüren. Diese waren jedoch etwas in die Länge gezogen. Die Heckklappe diente auch als Kofferraumklappe. Der Stauraum war also im Vergleich zu anderen Lamborghini-Modellen weitaus großzügiger.
Neben dem Äußeren war natürlich auch das Innere von großer Bedeutung. Der Lamborghini war mit einem ordentlichen Vier-Liter-V12-Motor ausgestattet, der es auf ganze 325 PS brachte; in 6,5 Sekunden war man bei 100 km/h angelangt. Ab 1973 gab es eine Servolenkung spendiert.
Auch die restliche Ausstattung konnte sich sehen lassen: Lederbezüge, elektrische Fensterheber und Klimaanlage gehörten natürlich zur Serienausstattung dazu. Insgesamt erwies sich der Espada als eines der am bestverkauften Autos der italienischen Nobelmarke. Über Tausend Stück wurden von dem „Degen“ abgesetzt – er war bei vielen Kunden aufgrund seiner Zuverlässigkeit sehr beliebt.



