Oldies im Winter – Zudecken reicht nicht

Bild: © albert schleich - Fotolia.com - Winterzeit = Bastlerzeit für Oldtimer-Inhaber

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Gut erhaltene Oldtimer erfordern ein erhebliches Maß an Pflege und angemessener Behandlung. Meist werden sie nur in den Sommermonaten mit einem Saisonkennzeichen genutzt, aber es genügt nicht, sie nach Ende der oldtimertauglichen Jahreszeit einfach in die Garage zu stellen, den Schlüssel abzuziehen und sich auf die nächsten Sonnentage im kommenden Jahr zu freuen. Der Herbst ist eine arbeitsintensive Zeit für Oldtimer-Besitzer, denn das Vergnügen im nächsten Sommer will gebührend vorbereitet sein. Und für die Zeit, in der der geliebte Young- oder Oldtimer seine verdiente Winterruhe genießt, können Autofahrer im Netz einen günstigen Kleinwagen finden. Als Ersatz reicht ein Fahrzeug in der Größe beispielsweise eines Seat Ibizas locker aus.

Trockenen Stellplatz finden

Rund 1,6 Millionen Oldtimer sind in Deutschland laut Statistik des Kraftfahrtbundesamtes registriert. Die Besitzer tun gut daran, sich für den Winter um einen trockenen, gut durchlüfteten und sicheren Stellplatz für das Liebhaberstück umzusehen. Eine möglichst konstante Raumtemperatur ist ideal. Der Feuchtigkeit kann mithilfe von Entfeuchter-Granulaten entgegengewirkt werden, wie man sie aus Schuhkartons kennt. Eine Packung des Granulats senkt die Luftfeuchtigkeit am Stellplatz um ungefähr 50 Prozent und hält unter normalen Bedingungen mehrere Monate. Zu trocken sollte die Luft allerdings auch nicht sein, denn sonst leiden Materialien wie Dichtungsgummis, Holz und Leder.

 

Generalreinigung vornehmen

Bevor man die atmungsaktive Schutzhaube mit schonender Innenbeschichtung überwirft, sollte der Wagen einer Generalreinigung unterzogen werden. Luftdichte Planen verhindern die Luftzirkulation ebenso wie komplett geschlossenen Fenster. Ein Waschgang mit Wachszusatz und Unterbodenwäsche sollte vor der Einlagerung durchgeführt werden, eine Motorwäsche erhöht die Chancen auf einen problemlosen Neustart. Frisches Öl der richtigen Sorte wappnet den Motor für zukünftige Höchstleistungen.
Die Reifen sollten mit leicht erhöhtem Luftdruck befüllt werden und an den Außenseiten mit Talkum eingerieben werden. Der Tank wird komplett befüllt und die Batterie sollte abgeklemmt oder mittels spezieller Geräte regelmäßig geladen werden. Es empfielt sich, den Wagen ab und an leicht zu bewegen, das beugt Standplatten vor und verteilt regelmäßig die Schmiermittel.

Verfasst von Gerd um 03:15:09 - am 9. November 2012

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