Der Hang zur „guten alten Zeit“ ist vor allem bei den Autofans ausgeprägt. Sammler sind bereit, sehr viel Geld in einen Oldtimer zu stecken. Bei vielen Menschen löst das Kopfschütteln aus, wenn für Autos, die nur herumstehen, so viel Geld ausgegeben wird. Doch viele Oldtimer sind alles andere als im Ruhestand.
Rallyes und Oldtimertreffen
Jedes Jahr finden zahlreiche Klassikertreffen, Concours d’Élégance und Rallyes statt, auf denen die alten Boliden nochmal richtig gefordert werden. Dabei geht es oft gar nicht um Geschwindigkeit, sondern eher um Präzision und Timing. Die Aus- und Sternfahrten eignen sich hervorragend, um einfach mal den Wagen vorzuführen und ein Gespür für das Handling zu bekommen. Die wahre Herausforderung ist dann die Rallye, die den Fahrern viel abverlangt. Denn das richtige Timing für die Autos und die Strecken zu haben, braucht seine Zeit. So wachsen Fähigkeiten der Fahrer wohl mit dem Alter ihrer Autos. Die Veranstaltungen sind für wirkliche Autofans, denn ohne Training brauchen die meisten in der Regel gar nicht erst anzutreten. Das Training empfiehlt sich nicht nur zum reinen Üben, sondern ebenso zum Austausch von Erfahrungen. Die Anmeldung für solche Treffen ist nicht immer ganz billig und kann bei einer renommierten Veranstaltung wie der Mille Miglia durchaus im fünfstelligen Bereich landen.
Zehntelsekunden entscheiden
Bei einer echten Rallye sind die Disziplinen sehr kreativ. Reine Schnelligkeit ist, wie bereits erwähnt, nicht das Hauptkriterium für eine erfolgreiche Teilnahme. Hier steht mehr die Lust am Fahren, als das reine Gewinnen an erster Stelle. Wer aber dennoch auf dem Treppchen stehen will, der muss eine vorgegebene Strecke in einer festgelegten Zeit mit einem präzise definiertem Durchschnittstempo meistern. Am Ende ist es vor allem Routine, die über Sieg und Niederlage entscheidet. Die ersten Teilnahmen sind zum Einfahren, denn da sind in der Regel die erfahrenen Fahrer vorn; es kommt tatsächlich auf Zehntelsekunden an.



