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Saab produzierte sowohl den Saab 90 als auch seinen Nachfolger den 900. Der Saab 90 fand in Deutschland kaum Beachtung und ist nicht wirklich verbreitet. Den Saab 900 finden man dagegen noch häufiger. Für den Ungeübten ließe sich wohl auch kein Unterschied zwischen den Modellen erkennen. Nur der geneigte Sammler wird die feinen Unterschiede zwischen dem Saab 90 und seinem kleinen Bruder, dem Saab 900, erkennen. Deshalb ist es eigentlich egal für welchen Saab man sich entscheidet, es sei denn man ist ein extremer Sammler.
Man sollte sich im Falle eines Kaufes eher überlegen, was einem wichtiger ist. Der Kultfaktor des Saab 90, den aber kaum einer von dem Saab 900 unterscheiden kann, oder die bessere preisliche Situation des Saab 900. Da der Saab 900 in Deutschland verbreiteter ist, hat man mehr Handlungsspielraum, was die Qualität und den Preis betrifft.
Im Durchschnitt zahlt man für einen echten Saab 90 zwischen 500 und 1000 Euro mehr, als für das Nachfolgermodell. Vor allem die Sportversionen des Saab 90 sind zwar äußert cool, aber auch derart rar, dass die Preise schnell in die Höhe steigen. Man sollte sich auf jeden Fall auch vor einem Kauf gut überlegen, ob einem das Auto die Rennerei durch Europa nach Ersatzteilen wert ist. Denn egal um welches Teil es geht, in der Regel findet man sie nur noch in Dänemark, Schweden, Finnland oder, wenn man Glück hat, in der Niederlande.
Für original Sportfelgen braucht man schon wirklich Glück und Zeit, um sie zu finden. Der Vorteil ist, dass die nordischen Länder noch viele Teile haben und man kann sie oft relativ bequem über das Telefon oder auch übers Internet bestellen. Sprachhemmnisse kennen die im Norden meist nicht, dafür kann man sich aber auch auf gewaschene Preise einstellen. Wer aber einen Saab 90 in einem anständigen Zustand kauft, sollte ihn auf jeden Fall gut warten und einige Zeit behalten, denn die Preisentwicklungen des Saab 96 haben gezeigt, dass es sich bei den Wagen um eine sehr gute Wertanlage handelt.


