Marder sind ja eigentlich niedliche Tiere – kuscheliges Fell und Knopfbraune Augen. Sobald die possierlichen Raubtiere aber das eigene Auto zerstören, werden sie zum Ärgernis. Denn die bissigen Marder haben mit der Zeit gelernt, dass Autos für sie einen guten Unterschlupf bieten. Dafür zerbeißen sie Zündkabel und kauen Löcher in Kühlwasserschläuche. Wir geben ein paar Tipps, wie Sie Ihr Fahrzeug vor Marderschäden schützen.
Schutz durch Versiegelung
Der effektivste Schutz vor Marderbissen ist die komplette Versiegelung des Motorraums. Dafür werden die seitlichen Öffnungen der Motorkapselung mit Borstenvorhängen abgeriegelt. Mit Hilfe eines Lochbleches wird der rückwertige Zugang blockiert. VW, Audi und zahlreiche andere Autobauer bieten diesen Marderschutz für viele Modelle ab Werk an. Viele ausländische Firmen lassen damit aber noch auf sich warten. Deshalb sollten Sie in diesem Zusammenhang unbedingt prüfen, ob Ihre Teilkaskoversicherung Marderbisse abdeckt. Denn die Teilkaskoversicherung kommt für Marderschäden nur auf, wenn dies ausdrücklich in der Versicherungspolice erwähnt wird. Die festgelegte Selbstbeteiligung muss aber in jedem Fall durch den Versicherungsnehmer gezahlt werden.
Marder mit Draht oder Strom fernhalten
Eine andere Methode zum wirkungsvollen Schutz vor Mardern, sind unter Hochspannung stehende Metallplättchen, die an den Einstiegsorten der Tiere angebracht werden. Sobald ein Marder nun versucht in den Motorraum zu klettern, trifft ihn ein Elektroschock. Auch wenn diese Methode brutal klingt, versichert der ADAC, dass bei der Anwendung keine Gefahr für das Tier oder auch uns Menschen besteht.
Einen weitere Schutzmöglichkeit weist der Naturschutzbund NABU auf seiner Website aus: Da Marder nicht gerne unbekanntes Terrain betreten, kann sie ein einfaches Stück Maschendraht, welches unter dem Motorraum platziert wird, fernhalten. Leider ist diese Maßnahme aber nur wirkungsvoll, bis das Tier sich an den den neuen Untergrund gewöhnt hat.



