Studie: Frau möchte als Kundin in Werkstatt ernst genommen werden

© Uwe Annas - Fotolia.com

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Die TNS-Emnid-Studie „Kundenservice für Frauen“ hat herausgefunden, dass sich Frauen bei Service-Gesprächen in so genannten „Männerdomänen“ oft benachteiligt fühlen. Das trifft zum Beispiel auf Baumärkte, KFZ-Werkstätten oder Elektromärkte zu. Für die Studie wurden 1.001 Frauen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren befragt. Der Grundton der Studie zeigt, dass sich die Mehrzahl der Frauen in bestimmten Situationen benachteiligt fühlt. So sagen zum Beispiel 44,5 Prozent der Befragten, dass sie in der Firma „Carglass“ schon einmal herablassend behandelt wurden. 18,1 Prozent der Befragten gaben sogar an, dass sie schon einmal bewusst getäuscht wurden, nur weil sie weiblich sind. Dabei ist es Frauen besonders wichtig, dass sie in Kundengesprächen ernst genommen und respektvoll behandelt werden. So legen 86,1 Prozent Wert auf eine kompetente Beratung und 80,2 Prozent wollen als Kundinnen ernst genommen werden, auch wenn sie sich in einem Bereich nicht besonders gut auskennen.

Beim Besuch in der Autowerkstatt ist es Frauen besonders wichtig, dass die Kosten transparent sind. Dabei wollen knapp 76,5 Prozent der Befragten auch verstehen, was für Reparaturen an ihrem Auto vorgenommen werden. Die Studie ergab weiterhin, dass sich knapp 52,3 Prozent der Frauen selbst um ihren Werkstattbesuch kümmern, während 40,6 Prozent ihren Mann, Freund, oder Lebenspartner schicken. Weitere wichtige Servicemerkmale einer Werkstatt sind die gute Erreichbarkeit einer Werkstatt über Telefon, Internet und Social Media. Das ist allerdings nicht unbedingt geschlechterspezifisch. Ein wichtiger Punkt vor allem für Frauen scheint jedoch die Gestaltung des Aufenthalts in der Werkstatt zu sein. So wüschen sich viele der Befragten zum Beispiel Kopfhörer mit Musikauswahl, Internetterminals und Zeitschriften. Die Benachteiligung für Frauen ist also nicht nur ein Thema im Beruf, sondern auch in anderen Bereichen. Obwohl schon viel für die Gleichberechtigung der Geschlechter getan wurde, ist es nach wie vor wichtig, dass die Gleichstellung von Frauen auch im Alltag nicht aus den Augen verloren wird.          

Verfasst von Marius um 01:29:21 - am 2. Juli 2012

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