Zwischenbilanz: E.On Thüringens Langzeittest des Mitsubishi i-MiEV

E.On testete ein Jahr lang den Mitsubishi i-Miev. - Foto von: © Volker Witt - Fotolia.com

E.On testete ein Jahr lang den Mitsubishi i-Miev. - Foto von: © Volker Witt - Fotolia.com

Inzwischen gibt es einige Bestrebungen, das Elektroauto so auf den Markt zu bringen, dass es auf lange Sicht den Benziner oder Diesel komplett von der Straße verdrängt. Es ist kostengünstiger, umweltfreundlicher, energiesparender, aber ist es auch in der Lage, die Leistung zu bringen, die ein herkömmliches Auto bringt? Der Düsseldorfer Energieriese E.On hat nun ein Jahr lang Elektroautos getestet.

Dazu wurde ein Mitsubishi i-Miev verwendet, den acht Fahrerinnen und Fahrer im Alltag getestet haben. Nun kam eine Auswertung der bisherigen Testergebnisse – und die sind gar nicht mal so übel. Ungefähr 80 000 Kilometer wurden mit den Wagen zurückgelegt. Die Tester waren aufgeteilt in gewerblich und privat und legten knapp 38 Kilometer durchschnittlich am Tag zurück. Das Aufladen dauerte ungefähr vier Stunden pro Tag und fand zumeist in der Zeit zwischen 19 und 23 Uhr statt.

Doch wie sieht es mit dem Verbrauch aus? Und ist man überhaupt in der Lage, den Bedarf, den eine große Anzahl von Elektroautos an Energie hätte, zu decken? Laut E.On auf jeden Fall. Bis zum Jahr 2020 sollen alleine in Thüringen ca. 28 000 Elektroautos fahren. Diese könnten nach heutigem Stand problemlos mit Strom versorgt werden.

Durchschnittlich wurden in den warmen Sommermonaten 15,9 Kilowattstunden verbraucht. Im Winter stieg dann, verursacht durch Sitzheizung und Klimaanlage, der Verbrauch auf 19,7 Kilowattstunden. Insgesamt beliefen sich die Kosten aber lediglich auf vier Euro pro 100 Kilometer; das bedeutet, dass es nur halb so viel an Kosten veranschlagte, wie ein vergleichbarer Benziner.

Durch diesen Versuch wird deutlich, dass das Elektroauto auf jeden Fall mehr als nur eine Alternative darstellt. Schon heute steigen viele auf ein E-Auto um, vor allem im Kurierfahrerbereich. Doch die bisherigen Testergebnisse reichen noch lange nicht aus. Ab September startet dann die zweite Phase dieses Versuchs.

Verfasst von Phillip um 12:43:32 - am 24. August 2012

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