Der BMW Z1

© panthermedia.net/Igor Lubnevskiy

Das Rad lässt sich auch nicht neu erfinden. Dennoch ist der Versuch durchaus gestattet. So kann man Autobauer BMW ruhig Respekt zollen, wenn man sich die Geschichte des BMW Z1 näher betrachtet. Vor einem Vierteljahrhundert präsentierten die Münchner auf der IAA ihren Kunststoff-Zweisitzer, der zwei Jahre später in die Serienproduktion ging. Allein schon der Einstieg machte gehörig Eindruck und verdeutlicht am Besten, wie ambitioniert und mutig die BMW-Techniker zu Werke gingen. Doch der Mut sollte belohnt werden.

Die limitierte Auflage von 8000 Stück war trotz eines stolzen Preises schnell verkauft. 85.000 Mark musste man Ende der Achtziger Jahre für einen neuen Z1 hinblättern und viel günstiger ist er auch heute nicht zu haben. Seit dem Produktionsstop 1991 steigt der Sammlerpreis zunehmend. Bus zu 40.000 Euro muss man für gute erhaltene Exemplare investieren. Aber noch heute bleibt zumindest der Einstieg ein echter Hingucker. Die Türen des Z1 lassen sich per Zahnriemen komplett in die massiven Schweller versenken und heben das Alleinstellungsmerkmal des Z1 hervor. Sogar das Fahren mit eingefahrenen Türen ist laut TÜV möglich, versaut aber ein wenig den Spaß beim Aussteigen. Auch die hohen Reparaturkosten bei defektem Türmechanismus sorgten für Unmut.

Unter der Haube fand sich ein 2,5-Liter-Reihensechszylinder wieder, der mit 170 PS ziemlich gut ausgestattet, jedoch im Preis-Leistungs-Verhältnis nur mittelmäßig war. Die Konstrukteure machten dies mit Einbau als “Front-Mittel-Motor” wieder wett, der durch die Position nah am Fahrer und hinter die Vorderachse für agiles und ausgeglichnes Fahren sorgte. Richtungsweisend war auch die Hülle des kantigen Roadsters: mehrere Kunststoff-Schichten schmiegten sich über ein Stahlblech-Gestell. Verziert wurde die Außenhaut auch mal künstlerisch: A. R. Penck pinselte seine charakteristischen Ornamente und Strichmännchen auf ein rotes Exemplar.

Verfasst von Phillip um 05:03:34 - am 16. April 2012

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