Rabattschlacht geht munter weiter

Bild: © Diamond_Images - Fotolia.com - Übertriebene Rabatte bringen Unruhe bei Herstellern

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Bereits vor einigen Wochen war VW in die Schlagzeilen geraten, da ungewohnt hohe Rabatte bei ihren Modellen gewährt worden sind. So wurde selbst bei Fahrzeugen wie dem Golf 7, der noch nicht einmal auf dem Markt war, von Rabatten bis zu 27 Prozent gesprochen. Beinahe zum Werkspreis konnte man bei bestimmten Autoportalen einen Volkswagen erstehen. Der VW-Konzern ist über diese Behauptungen natürlich alles andere als glücklich, vor allem da den Wolfsburgern vorgeworfen wird, diese Rabatte aus taktischen Gründen zu gewähren, um die Marktführerschaft zu erlangen.

Kunden kaufen weniger, Händler müssen aber konstant abstoßen

Doch nicht nur VW gibt anscheinend kräftig Nachlässe auf seine Autos, auch andere Autohersteller scheinen dem Trend zu folgen und gewähren Preise die knapp 14 Prozent unter den Ursprungsangeboten liegen. Betrachtet man den Automarkt, speziell in Europa, dann ist diese Entwicklung jedoch durchaus nachvollziehbar. Denn der Absatz geht bei den meisten Unternehmen steil nach unten und ohne einen entsprechenden Kaufanreiz wird man seine Ware nur schwer los. Daher haben viele Konzerne ihre Produktion schon zurückgefahren. Die Überkapazitäten müssen irgendwie ausgeglichen werden, während sich die Privatkunden zurzeit zweimal solche eine Anschaffung wie ein Auto zweimal überlegen. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Uni Duisburg-Essen hatte mehrmals moniert, dass diese Entwicklung nicht gesund für den Markt sei, da besonders die Marken darunter leiden würden.

Wogen glätten sich langsam

Der gesamte Verlauf in diesen Monaten hat zudem zu einem Streit zwischen Fiat und VW geführt, da die Italiener Volkswagen als Schuldigen für die aktuelle Entwicklung ausgemacht haben. Mittlerweile haben sich die Gemüter der beiden Autokonzerne aber wieder beruhigt. Die Aussagen Dudenhöffers, bezüglich des angeblichen Rabattverhaltens seitens VW, wurden durch den Konzern selbst sehr kritisch aufgenommen. Dort hält man die Untersuchungsergebnisse des Autoexperten für nicht repräsentativ. Außerdem seien Dudenhöffers Aussagen auch für den Automarkt an sich schädigend. Dudenhöffers Untersuchung beruht auf einer mehrmonatigen Analyse des Automarktes.

Verfasst von Gerd um 11:21:42 - am 7. November 2012

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