Beim Steuern eines Fahrzeuges sollte man stets darauf achten, dass man weder unter Alkohol- noch unter Drogeneinfluss steht. Für ältere Personen dagegen spielt sehr häufig eine Rolle, welche Medikamente sie von ihrem Arzt verschrieben bekommen und ob sie nach deren Einnahme noch fahrtüchtig sind.
Je älter, desto anfälliger
Studien haben ergeben, dass ein Großteil der über 65-jährigen Menschen regelmäßig Arzneimittel zu sich nehmen muss. Ab einem Alter von 75 Jahren steigt die Zahl derer auf sogar dreiviertel aller Personen, die ein Fahrzeug lenken. Insbesondere Ärzte und Apotheker stehen hier in der Pflicht, die Patienten und Kunden davon in Kenntnis zu setzen, inwiefern sich die Medikamente auf die Konzentrationsfähigkeit und damit die Fahrtüchtigkeit negativ auswirken können. Für oft altersbedingte Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Störungen, Diabetes Mellitus oder Magen-Darm-Erkrankungen gibt es inzwischen zahlreiche Medikamente auf dem Markt. Doch nur die Wenigsten von ihnen helfen den Erkrankten, ohne die Gefahr von Nebenwirkungen mit sich zubringen. Starke Müdigkeitsanfälle, Erschöpfung, Wahrnehmungsstörungen oder eine verlangsamte Reaktionsfähigkeit sind nur eine kleinen Auswahl der Probleme, die plötzlich auftreten können. Und gerade dieses unangekündigte Auftreten der Beschwerden, die als reine Nebenwirkungen daher kommen, bedeuten eine große Gefahr für den Straßenverkehr. Denn hier können selbst Bruchteile von Sekunden über das Wohl und Wehe der Beteiligten entscheiden.
Information bedeutet auch Eigenverantwortung
Doch die ältere Generation weiß zwar um die unmittelbare Gefahr, die von vielen Medikamenten ausgehen können, informiert sich allerdings nach wie vor über die große Anzahl von Nebenwirkungen und die daraus resultierenden Auswirkungen für die Umwelt. Und längst nicht jeder Patient studiert eingehend die Packungsbeilage, um diesen Informationsmangel durch die Experten auszugleichen.
Wichtig ist zudem, dass jeder Mensch seinen eigenen Körper am besten kennen sollte und damit auch auf gewisse Unregelmäßigkeiten reagieren kann. Symptome wie Schwindel oder Schlaflosigkeit sollten daher nicht auf die leichte Schulter genommen werden, schon gar nicht, bevor man sich hinter das Steuer eines Auto setzt – und egal, wie alt man ist.



